Saisonbedingt steigt die Arbeitslosenquote auf 5,1 Prozent

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Arbeitslosenquote im Kreis Olpe liegt unter dem Vorjahr

Die Zahl der Arbeitslosen steigt im Kreis Olpe im Januar um 243 Personen auf 3.353 Personen. Die Arbeitslosenquote erhöht sich von 4,0 auf 4,3 Prozent, im Vorjahr lag sie bei 4,8 Prozent. Verglichen mit Januar 2015 sinkt die Zahl der Arbeitslosen um 344 Personen. Das Jobcenter Kreis Olpe betreute im Januar 1.876 Arbeitslose, 36 Personen mehr als im Dezember, jedoch 188 weniger als im letzten Jahr.

Dr.Bettina Wolf  - Arbeitsagentur Siegen

Dr.Bettina Wolf – Agentur für Arbeit Siegen

Im Januar waren im Bezirk der Agentur für Arbeit Siegen 11.829 Männer und Frauen arbeitslos. Das sind 803 Personen mehr als im Vormonat, jedoch 672 weniger als im Januar 2015. „Im Januar ist die Arbeitslosigkeit wie von uns erwartet gestiegen. Das ist typisch für die Wintermonate“, analysiert Dr. Bettina Wolf, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Siegen. Der Anstieg sei im Wesentlichen auf das Auslaufen des Weihnachtsgeschäftes im Einzelhandel, in der Logistik und in der Gastronomie, auf den Kündigungstermin zum Jahresende und auf das Ausbildungsende der zweieinhalb- und dreieinhalbjährigen Berufsausbildungen zurückzuführen, erläutert die Agentur-Chefin.

„Die wirtschaftliche Lage in der Region ist über die letzten Monate betrachtet sehr gut und stabil. Das zeigt der Vergleich mit dem Vorjahr, als noch spürbar mehr Menschen arbeitslos waren“, blickt Dr. Bettina Wolf zurück ins letzte Jahr. Im Januar 2015 lag die Arbeitslosenquote noch bei 5,5 Prozent, während sie in diesem Januar bei 5,1 Prozent liegt. Das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als im Dezember.

Arbeitslosigkeit im Bereich der Jobcenter steigt, liegt aber unter dem Vorjahr

Im Rechtskreis der beiden Jobcenter (SGB II) sind im Januar 7.429 Menschen arbeitslos. Das sind 240 Personen mehr als im Dezember, jedoch 224 weniger als vor einem Jahr. „Die Fachkräften- Nachfrage ist nach wie vor sehr hoch. Mit gezielten Qualifizierungen und Förderungen können wir daher auch Arbeitslose, die schon länger eine Beschäftigung suchen, erfolgreich in Arbeit vermitteln“, erklärt die Agentur-Chefin, Sie ist überzeugt, dass die Zahl der Langzeitarbeitslosen in den kommenden Monaten wieder sinken wird. Im Rechtskreis der Arbeitsagentur (SGB III) steigt die Zahl der Arbeitslosen verglichen mit Dezember um 563 Personen auf 4.400 Männer und Frauen. Vor einem Jahr hingegen waren 448 Personen oder 9,2 Prozent mehr arbeitslos.

2.346 freie Stellen – 10 Prozent mehr als vor einem Jahr

Der Arbeitgeber-Service der Agentur hat im Januar 717 neue Stellen eingeworben. Das sind 24 neue Stellen mehr als im Vormonat. Der Bestand an gemeldeten Arbeitsstellen steigt im Jahresvergleich um 10,2 Prozent auf 2.346. Dr. Wolf rechnet damit, dass die Nachfrage nach Arbeitskräften hoch bleibt: „Erfahrungsgemäß stellen die Unternehmen in den Wintermonaten weniger neue Mitarbeiter ein. Wir nutzen die Zeit, um die arbeitslosen Frauen und Männern zu qualifizieren.“

Ausbildungsmarkt: Bereits 2.684 Ausbildungsstellen gemeldet

Bei der Agentur für Arbeit sind bereits 2.684 Ausbildungsstellen für das kommende Lehrjahr gemeldet. „Noch nie zuvor haben die Unternehmen bis Januar so viele Stellen bei uns gemeldet“, berichtet Dr. Wolf. Der hohe Stellenstand zeige, dass die Betriebe dringend Auszubildende suchen. „Für die Bewerberinnen und Bewerber ist die Situation natürlich komfortabel, denn sie können sich auf eine große Vielfalt an Ausbildungsstellen bewerben“, lädt Dr. Wolf die Ausbildungssuchenden ein, sich bei der Agentur zu melden: „Unsere Berufsberater unterstützen gerne bei der Suche nach dem richtigen Ausbildungsplatz.“ Einen Termin bei den Berufsberatern können Jugendliche über die kostenlose Hotline 0800 4-5555-00 vereinbaren.

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