Generationen Hand in Hand: „Paten helfen Kindern“ (von Bianca Theurer)

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Gudrun Keßeler und Ute Bieker (von links) (640x480)In einem Büro mit blauen Stühlen und liebevoller Tischdeko, treffe ich die beiden mitverantwortlichen des Projektes „Generationen Hand in Hand“. Es ist Ute Biecker vom Diakonischen Werk in Attendorn und Gudrun Keßeler von Caritas Auf Wind Olpe.
Die beiden Frauen haben es sich zur Aufgabe gemacht, Familien in besonderen Lebenssituationen
zu unterstützen. Bei unserem Gespräch erzählen sie mir die Geschichte des fünf jährigen Benni.
Er wünscht sich eine Patin oder einen Paten.

1.) Welche Familien und Kinder benötigen Ihre Unterstützung?
Besondere Lebenssituationen kennt jeder – Familien, in denen diese Zeiten sich ausdehnen oder nicht abzuwenden sind, geraten oftmals in scheinbar ausweglose Situationen. Die Eltern stehen in dem Zwiespalt, einerseits die Bedürfnisse der Kinder und andererseits die
zu meisternden Herausforderungen des Alltags zu bewältigen. Ihnen ist es zeitlich und manchmal auch emotional nicht möglich auf die Bedürfnisse ihrer Kinder einzugehen.
Zuverlässige Bezugspersonen, wir nennen sie Paten, sind an diesem Punkt für die Kinder eine wertvolle Unterstützung und für die Familien eine echte Entlastung.

2.) Können Sie ein Beispiel erzählen?
Da gibt es zum Beispiel die alleinerziehende, berufstätige Mutter mit drei Kindern. Großeltern sind nicht in der Nähe.
Der 13-jährige Sohn und die elfjährige Tochter sind gut in Schule und Freundeskreis integriert. Für den 5-jährigen Benni aber hat die Mama wenig Zeit. Ihre Zeit und Kraft
fließt in die Bewältigung des Alltags, gemeinsame Spielplatzbesuche mit Benni,
Bilderbücher ansehen oder auch einmal miteinander backen – all das kommt zu kurz.

3.) Was würde dieser Familie gut tun?
Eine Person die Zeit mit Benni verbringen möchte. Eine Patin oder ein Pate für einmal in
der Woche, der einfach für ihn da ist.

4.) Frau Keßeler was machen Sie, um den Kindern zu helfen?
Wir von Generationen Hand in Hand knüpfen Kontakte zwischen Kindern in besonderen Lebenssituationen und den ehrenamtlichen Paten. Das Finden von Ehrenamtlichen ist hierbei die größere Herausforderung. Die Menschen im Kreis Olpe zeigen ein hohes soziales Engagement, viele sind bereits ehrenamtlich an irgendeiner Stelle tätig. Es ist an uns, ein Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu schaffen für unser Anliegen.

5.) Frau Biecker was tut ein Pate?
In der Hauptsache geht es darum, Zeit mit den Kindern zu teilen. In der Beschäftigung miteinander wird der Pate zur verlässlichen Bezugsperson. Dadurch eröffnen sich den Kindern neue Lebenswelten.

6.) Zu wem passt zum Beispiel der kleine Benni?
Das hört sich so an als wenn wir „den einen Paten“ finden müssten …
Es geht uns viel mehr darum, dass die Patin oder der Pate ein Herz hat für einen
Jungen diesen Alters hat und sich einmal in der Woche Zeit für Benni nehmen kann.
Die ersten Kontakte werden von uns begleitet. Wenn die „Chemie stimmt“, dann
steht einer guten Patenschaft nichts mehr im Weg.

7.) Wie kann ich unverbindlich Kontakt zu Ihnen aufnehmen?
Wir sind telefonisch erreichbar unter:

Caritas AufWind Olpe; Gudrun Keßeler : 02761-92 115 – 19
Diakonisches Werk; Ute Biecker: 0162-24 009 06

Oder kommen Sie einfach zu unserem nächsten Paten-Treffen am 17.08.2015
nach Attendorn in das evangelische Gemeindehaus im Westwall 55. Wir freuen uns auf Sie!

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