Zum Thema Bahnhof noch einmal die alte Biggebrücke

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Der Bahnhof in Attendorn ist wieder im Mittelpunkt des Interesses angekommen. Drei Vereine, unterstützt von vielen Attendorner Bürgern, haben ein neues, tragfähiges Konzept skizziert, das nun detailliert entwickelt wird.

In einem Leserbrief der geschlossenen Vorstände der Vereine Alter Bahnhof, Attendorner Verein für Orts- und Heimatkunde sowie KULTURa, Verein für Kunst und Kultur in Attendorn, war abschließend gemahnt worden, dass spätere Generationen in der Hansestadt nicht unsere Gegenwart verfluchen, weil wir zu unsensibel mit den wenigen Erbstücken der Vergangenheit umgegangen sind. Es hieß dort: Sollen unsere Nachfahren denn tatsächlich dereinst den Bahnhof mit der alten Biggebrücke in einem Atemzuge nennen?

Daher möchten wir hier mit einem Foto von Heinz Schneider an eben diese Brücke erinnern, die erst 1955 abgebrochen wurde, nachdem Jahrhunderte lang allen Hochwassern getrotzt hatte. Es war vollkommen unnötig, sie zu schleifen. Eine neue Brücke hätte leicht daneben Platz gefunden. Was gäben wir heute für dieses Bauwerk!

Biggebrücke - 4 Kopie

Was für ein Bauwerk! Vollkommen unnötig wurde die Jahrhunderte alte Biggebrücke vor dem Attendorner Wassertor erst 1955 abgerissen! Was wäre das heute für ein Hingucker! Die Brücke wäre in jedem Reiseführer zu Westfalen zu finden, wetten?

Als die Soester vor gut 200 Jahren daran gingen, ihren gigantischen Mauerring niederzureißen, mussten sie am Osthofentor die Arbeiten einstellen, weil die Kosten zu hoch geworden waren. Damals waren sie erschüttert, dass der alte Kasten stehen bleiben musste…

Heute sind sie stolz wie Oskar, dass wenigstens diese Perle der deutschen Spätgotik überdauert hat.

Wir bringen in den nächsten Wochen eine kleine Serie mit all dem, was in Attendorn nach dem Krieg planiert wurde. Ganze Straßenzüge wurden platt gemacht.

Der Rundgang, den Heinz Schneider in den 50er Jahren durch die Stadt gemacht hat, macht deutlich, wie schnell man sein typisches Gesicht verlieren kann. Darum sollten wir heute, 60 Jahre später, besonders umsichtig mit der wenigen alten Bausubstanz umgehen, die noch vorhanden ist.

 

 

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